2013 - Metzendorf-Gesellschaft

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2013

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Nachtwächterführung mit Gerd Grein in Groß-Umstadt am 13.12.2013

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Metzendorf-Gesellschaft erkundet den Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt (am 10.08.2013)

Diesmal war die Metzendorf-Gesellschaft ausnahmsweise mal nicht auf den Spuren der Bensheimer Architektenbrüder unterwegs, sondern erkundete den Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt am Römerberg. Frankfurts neues altes Stadtzentrum ensteht zur Zeit auf einem ca. 7000 qm großen Quartier zwischen Römer und Dom. Nach der Zerstörung der Frankfurter Altstadt im zweiten Weltkrieg war dort in den 70ziger Jahren ein moderner Betonbau, das Technische Rathaus, gebaut worden. Seit dem Beschluß das Rathaus abzureißen, ist ein intensiver gesellschaftlicher einstanden, wie die freigewordene Fläche wieder bebaut werden. Es werden jetzt Fachwerkhäuser rekonstruiert - doch mit Problemen durch die heutigen Bau- und die heutigen juristischen Gegebenheiten und die Nutzung, erläuterte Herr Dipl.-Ing. Arch. Björn Wissenbach, des Gestaltungsbeirates der Stadt Frankfurt und ausgewiesener Kenner der Vorkriegsarchitektur der Stadt., der die Bensheimer Architekturinteressierten  sachkompetent führte. Dort wo einst der „Betonklotz" stand sollen bis 2016 insgesamt 35 Altstadthäuser, zum Teil als Fachwerkhäuser rekonstruiert werden. Der Bauträger, die  städtische Dom-Römer-GmbH, plant hier rund 80 neue Wohnungen. Im Eingangsgeschoss der neuen Altbauten sollen Cafes, Restaurants, kleine Geschäfte etc. enstehen.  Im Frühjahr 2013 wurde mit dem Neubau des Stadthauses vor dem Dom begonnen, das bereits Ende 2014 fertiggestellt sein soll. Das Stadthaus ist das Kernstück des Dom-Römer-Quartiers, an das sich der ehemalige  Krönungsweg mit den beiden Nachbauten der Gebäude Goldene Waage und Rotes Haus anschließt.  Das Stadthaus, das eine Fläche von etwa 4000 qm umfasst soll der Bürgerschaft als Veranstaltungs- und Begegnungsort zur Verfügung stehen. Unter dem Dach des Stadthauses befindet sich u.a. der Archäologische Garten, Räumlichkeiten für Ausstellungen, Seminarräume und ein Veranstaltungssaal für etwa 150 Gäste.
Am Vorabend der Führung hatte Prof. Frank Oppermann (Hochschule Darmstadt, Fachbereich Architektur) in der Aula der Heinrich Metzendorf Schule die Teilnehmer bereits in einem Einführungsvotrag mit vielen historischen Karten, Fotos und Anekdoten auf die hochinteressante 2,5stündige Exkursion rund um den Römerberg vorbereitet.
Am Ende der Veranstaltung  in der Frankfurter Altstadt sinierte ein Teilnehmer „ob  Metzendorf auch eines der Fachwerkhäuser rekonstruiert hätte?" Sicherlich, denn das Fleck´sche Haus am Marktplatz in Bensheim hatte er kurz vor dem 1. Weltkrieg saniert und auf seine alte Form zurückgeführt!
Gez:
Dr. Angela Forberg, Darmstadt den 12.08.2013

Metzendorf-Gesellschaft am Römer in Frankfurt am 10.08.2013

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Auf den Spuren von Heinrich Metzendorf und Henry Van der Velde in Weimar
Exkursion der Metzendorf-Gesellschaft nach Weimar


Zur Zeit werden in der thüringischen Stadt Weimar zum 150sten Geburtstag des Jugendstilkünstlers Henry van de Velde (1863–1957) zwei hochkarätige Ausstellungen über das Lebenswerk des belgischen Architekten, Designer und Wegebereiter des Bauhauses gezeigt.
Dies war Anlaß für eine Gruppe von 18 Personen der Metzendorfgesellschaft unter Leitung von Prof. Frank Oppermann (Fachbereich Architektur, Hochschule Darmstadt) und Dr. Angela Forberg (Leiterin der Bauabteilung, Heinrich Metzendorf Schule Bensheim) sich auf den Weg in die europäische Kulturhauptstadt (1999) zu machen.
Die Metzendorfgesellschaft besuchte die große Ausstellung im Neuen Museum/ Klassik Stiftung Weimar, wo das Werk von Van de Velde in chronologischen Phasen präsentiert wird. Rund 700 Exponate sind hier aus ganz Europa zusammengetragen worden. Dabei handelt es sich um kunsthandwerkliche Objekte, die Van der Velde am Anfang des 20. Jahrhunderts entworfen hatte wie Möbel, Fliesen, Tapeten,  Porzellan, Bestecke, Stoffe etc..
Die zweite Ausstellung führte die Metzendorfgesellschaft in die Bauhaus-Universität. 1902 gründete Henry van de Velde das Kunstgewerbliche Seminar aus dem 1906 die Kunstgewerbeschule hervorging. Er plante auch die beiden Kunstschulbauten, die heute Zentrum der Bauhaus-Universität und seit 1996 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes sind. Die Bauhaus-Universität würdigt das baukünstlerische Werk ihres ehemaligen künstlerischen Leiters in Form   virtueller Architektur-Rekonstruktionen und einer großen Schau, die  alle architektonischen Entwürfe Van de Veldes zeigt. Bevor Henry van de Velde in den Jahren 1902 bis 1917 Weimar zum Lebensmittelpunkt wählte, war er in Berlin und Paris tätig. Ein berühmtes Beispiel aus dieser Zeit seines Schaffens auf dem Höhepunkt der Jugendstilbewegung ist das 13-teilige Möbelensemble aus dem Pariser Redaktionszimmer der Zeitschrift "Revue Blanche" von 1898. Diese Möbel sind übrigens seit 1962 im Besitz des  Hessischen Landesmuseums  und standen viele Jahre in der Eingangshalle des großen Glückerthaus auf der Mathildenhöhe in Darmstadt.
Der Architekt der Bergstraße Prof. Heinrich Metzendorf (1866-1923) war nicht nur Zeitgenosse von Henry van de Velde, sondern setzte auch architektonische Akzente in Weimar. 1905 baute Heinrich Metzendorf für die Weimarer Familie Specht eine repräsentative Villa in der Straße „Am Horn" unweit des berühmten  Gartenhauses Goethes an der  Ilm aue. Dabei handelt es sich unverkennbar um eine Metzendorfvilla im typischen Landhausstil mit einem großen Mansarddach und einer Loggia im 1. OG der Westfassade. Nur kurze Zeit später errichte Henry Van de Velde 1907 in Weimar die berühmte Villa „Hohe Pappeln". Im Vergleich beider Villen der Jahrhundertwende werden die architektonischen Unterschiede deutlich: Während Metzendorf gediegene, anheimelnde  Formen in seinem Landhausstil unterstreicht, zeigt sich in dem Bau Van de Veldes eine eher avangardistische Architektursprache des Jugendstils mit vielen Ecken, Vor- und Rücksprüngen.
Die Sicht auf die Architektur Metzendorfs zwischen „Goethe-Klassizismus, Van-de-Velde-Jugendstil und Bauhausarchitektur unter baufachkundiger Leitung von   Dipl. Ing. Frank Oppermann (Professor für Baugeschichte und Metzendorf-Nachlaßverwalter) war für die Exkursionteilnehmer von der Bergstraße sehr beeindruckend.


Informationen zum Van-de-Velde-Jahr 2013 in Thüringen:
tourist-info@weimar.de

Gez:
Dr. Angela Forberg, Darmstadt den 15.04.2013


Programm:
Auf den Spuren von Henry Van-de-Velde in Weimar
Vom 12.04.-14.04.2013 (2013 Van-de-Velde-Jahr)

Freitag, der 12.April 2013

Abfahrt 15.00 Uhr: Ab Bensheim/Darmstadt

18.30 Uhr            Einchecken im Hotel-Restaurant Köstrizer Schwarzbierhaus in Weimar

19.30 Uhr            Gemeinsames Abendessen und gemütlicher Abend im Köstrizer Schwarzbierhaus

Samstag, der 13.April 2013

9.30-11.30 Uhr     Aufbruch in das 20. Jahrhundert. Jugendstil in Weimar. Stadtführung  
 
11.30-13.30 Uhr   Individuell gestaltbar: z.B. Besuch Goethes Wohnhaus, Goethes Gartenhaus, Schillers Wohnhaus, Stadtbummel etc. Mittagessen z.B. im Weimarer Ratskeller

14.00-15.30 Uhr  Van-de-Velde-Spaziergang durch Weimar (Führung)

15.30 -16.30 Uhr Kaffee und Kuchen in Bauhaus-Universität

16.30-18.00 Uhr Ausstellungsbesuch: „Der Architekt Henry Va-de-Velde" in  Bauhaus-Universität

19.30 Uhr           gemeinsames Abendessen

Sonntag, der 14.April 2013

Bis 9.00 Uhr      Frühstück

9.30 Uhr            Museumsbesuche individuell: Neues MuseumAusstellung „Leidenschaft, Funktion u. Schönheit. Henry van de Veldes Beitrag zur europäischen   Moderne"  oder  Goethes Wohnhaus/Gartenhaus, Nationalmuseum, Schillers W.

12.00 Uhr          Fahrt zum Metzendorf-Haus, Nähe Weimar

13.30 Uhr          Fahrt zur Sitzendorfer Porzellanmanufaktur. Besichtigung und Ladenverkauf,  Mittagessen

16.00 Uhr          Rückfahrt

19.30 Uhr          Rückankunft in Darmstadt/ Bensheim

Metzendorf Villa in Weimar

 
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